| |
Presse
Verbier Festival
Hackbrett im Trio The Appenzeller Hackbrett instrument comes from
the zither family and is generally played in Bavaria and Austria. Greatly
admired, it has a wonderful sound as a solo instrument and, thanks to
modern techniques of making the strings from steel, has an unlimited repertoire.
Fully chromatic and allowing all minor and major scales, it has a rich
and clear tone. Add to that a straightforward chord system and beautiful
handling and the result is a virtuoso performance. The Hackbrett im Trio
ensemble raises the instrument to orchestral status, under the guidance
of composer and player, Guido Neff. Their repertoire ranges from traditional
Appenzeller dances or 'Ruggusseli' to classics such as Bach's 'Ave Maria'
right through to the Viennese school and modern compositions.
http://www.verbierfestival.com,
18.07.2004
St. Galler Tagblatt
/ Appenzeller Tagblatt
Weissbad. Aussergewöhnlich ist es bestimmt nicht, wenn ein Gildekoch
mehrgängige Menus servieren lässt und dazu musiziert wird. Wenn
sich aber der Koch eine fantasievolle Mischung aus traditioneller Küche
und moderner, leicht verdaulicher Raffinesse zum Ziel macht und dazu drei phänomenale Hackbrettspieler ihre Saiten anschlagen, werden
nicht nur erfahrene Gourmets hellhörig. Sepp Schmid und seine Frau
Ursula Schmid-Wyss bieten jeden Samstag in ihrem Gasthof Weissbadbrücke
ein Erlebnis, das alle Sinne weckt. Zusammen mit dem bekannten Hackbrettler
Guido Neff entstand die Idee eines kulturellen Angebotes über die
Wintermonate.
Sechs der besten Hackbrettspieler beider Appenzell bilden
abwechslungsweise für jeden Samstag ein Trio. Guido Neff leitet die
musikalische Durchführung der Hackbrettmusik aus aller Welt. Am letzten
Samstag trat er zusammen mit Hansueli Hersche und Reinhard Brunner auf.
«Jeder Hackbrettspieler, der an diesen Abenden auftreten wird, hat
sein eigenes Repertoire, nebst all der Musik, die jeder von uns spielt. Dadurch entstehen Programme, die stets variieren», erklärte
Guido Neff. Mit von der Partie sind auch Walter Alder, Markus Seeger und
Philipp Haas.
Gespielt wird auf Grosshackbrettern. Sie sind im
Tonumfang wesentlich erweitert und geben dem Musiker fast unbeschränkte
Möglichkeiten in der Auswahl der Musikstile. Sehr wichtig sind die
unteren Oktaven, die um Basssaiten ergänzt wurden, eine Erweiterung
des Diskant und eine
Pedaldämpfung, die auch schnelle Tonfolgen in klarer Transparenz
möglich macht. Walter Alder hat den Bau solcher Instrumente vor Jahren
angeregt, damit er sein Repertoire international ausdehnen konnte. Der
Einfluss dieses aussergewöhnlichen Musikers gab der ganzen Appenzellermusik
neue Impulse, ohne den Bezug zu den Wurzeln zu verwischen.
Den Abend im Gasthof Weissbadbrücke machen
nicht nur die
Köstlichkeiten aus Küche und Keller unvergesslich. Das
Musikprogramm hinkt den Schlemmereien keinesfalls nach. Musiktitel wie
«Anna-Koch-Jodel», «Berewegge-Polka» oder traditioneller
Naturjodel standen für urtümliche Appenzeller Tradition. Daneben
liess Brahms mit seinen ungarischen Tänzen bitten, Noack mit «Heinzelmännchens
Wachtparade» oder auch Ueli Moser mit seinem «Malojawind».
Unaufdringlich, kontrastreich, unterhaltsam und niveauvoll bot das Hackbrett-Trio Einblicke in die ganze Musikwelt.
11. November 2001,
Felix Bischof
|
|
|
|
|
|